Prag

Prag wird nicht umsonst die "Goldene Stadt" genannt. Die Hauptstadt und zugleich bevölkerungsreichste Stadt der Tschechischen Republik liegt sehr reizvoll an der Moldau gelegen und hat ein geschlossenes, überwiegend von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild. Prag hat eine sehr lange Geschichte, in der sie immer wieder eine herausragende wirtschaftliche, kulturelle, politische und religiöse Bedeutung gehabt hat. Lange Zeit war Prag die Residenzstadt des Königsreichs Böhmen und des Heiligen Römischen Reiches. Auch die älteste deutschsprachige Universität hat ihren Sitz in Prag. An ihr studierte und lehrte der böhmische Reformator Jan Hus, der im Jahre 1415 auf dem Konzil von Konstanz als Ketzer zum Tode verurteilt wurde.

Nach dem Tod von Jan Hus bekannte sich ein Großteil der böhmischen Bevölkerung zweihundert Jahre zur hussitischen Lehre. In der Gegenreformation veränderte sich die religiöse Landschaft Böhmens gewaltig. Nach der Gründung der Tschechoslowakei wurde auch die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder gegründet, in der sich verschiedene protestantische Gruppen und Kirchen vereinigten. www.e-cirkev.cz/de. Heute sind nur ein Prozent der Bevölkerung Mitglied der EKKB.

Zu der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder gehören auch die Gemeinden, die sich dem Netzwerk Tripolis angeschlossen haben: